
Daniel Michalik und seine Liebe zu Kork: Ein Interview mit dem New Yorker Designer
01. März 2011 – Nicht nur Hollywood-Stars hatten vor wenigen Tagen auf der „New York Fashion Week“ ihren großen Auftritt: Neben Mode und Models, die erstmals über einen Catwalk aus Kork liefen, standen die Kork-Möbel von Daniel Michalik im Scheinwerferlicht. Bereits seit einigen Jahren erntet der Designer aus Brooklyn, New York, weltweite Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt er auf dem Boden. So besteht er darauf, keine Kunst zu machen, sondern „Möbel und andere Produkte“. Bodenhaftung verliert Michalik höchstens, wenn er gerade für seine große Leidenschaft – Kork – nasse Füße riskiert: Wie bei seinem Experiment, auf einer Chaiselongue im Atlantik zu surfen. Dabei blieb er jedoch trocken. Gelungener Beweis, dass sein handverarbeitetes Kork-Werk „Cortiça“ extrem leicht und wasserabweisend ist. Ein Interview mit Daniel Michalik über seine Liebe zu diesem besonders vielseitigen Material.
Wo sammeln Sie die Ideen für Ihre Werke?
Das Material Kork selbst inspiriert mich am meisten. Als ich Kork für mich entdeckte, stellte ich fest, dass ich mit diesem Material Formen und Konstrukte schaffen konnte, die einerseits mit Holz absolut unmöglich gewesen wären, andererseits mit den gleichen Technologien und ähnlichen Techniken gefertigt werden konnten. Als Werkstoff ist Kork für mich auch deshalb interessant, weil er nachhaltig und besonders umweltfreundlich, gegen Schimmelpilze, Mikroben und schnellen Zerfall resistent, wasserabweisend und elastisch ist.
Wie reagiert die Öffentlichkeit auf die Verbindung aus Möbeldesign und Kork?
Heutzutage fällt der Überraschungseffekt kleiner aus als vor fünf Jahren, als ich anfing. Meine ersten Kork-Werke stellte ich auf der Mailänder Möbelmesse Salone Internazionale del Mobile aus. Damals waren die Besucher verblüfft von der Idee, Kork als Ausgangsmaterial für Möbel zu nutzen. Heute ist dieses Material populärer und gängiger als früher. Aber das gibt mir die Gelegenheit, noch etwas härter zu arbeiten, um Designs zu kreieren, die eine eigene Identität besitzen und sich von anderen Korkprodukten auf dem Markt unterscheiden.
Was bedeutet die Vielseitigkeit von Kork für Ihre Arbeit?
Sie bedeutet praktisch alles. Fast alle meine Produkte verdanken ihre Besonderheit den Eigenschaften, die Kork zu Eigen sind, und die kein anderes Material besitzt. Mich fasziniert die Balance aus Flexibilität und solider Struktur. Ich experimentiere häufig mit der natürlichen Elastizität von Kork und entwickle Mechanismen, das Material stark zu biegen, ohne es zu brechen.
„Nachhaltigkeit” ist eines der meistgenutzten und mitunter überstrapaziertesten Worte der vergangenen Jahre. Warum ist Kork für Sie ein nachhaltiges Material im wahrsten Sinne des Wortes?
Nachhaltig ist ein System, das selbst erhaltend ist und dabei weder auf ökologischer, ethischer noch in anderer Weise Schaden verursacht. Die Nachhaltigkeit liegt in der Natur von Kork, ein Material, das recycelt werden kann. Die Korkeiche regeneriert sich selbst und bildet eine neue Rinde. Die Wälder binden große Mengen CO2 aus der Atmosphäre und sind zugleich wichtige Ökosysteme und Habitat für Tiere und Pflanzen. Außerdem bewahrt die Ernte traditionelle Techniken, die Kork-Industrie setzt auf eine schonende Bewirtschaftung.
Ihre Hommage an Kork…?
Kork ist ein Material mit Vorbild-Funktion. Es lehrt uns, Design und die Nutzung von Werkstoffen aus einer gesünderen Perspektive zu betrachten und führt uns zu neuen Form-Typologien.
Alle Details, Informationen, Fotos und Pressematerial gibt es unter www.schoener-leben-mit-kork.de, auf www.facebook.com/schoenerlebenmitkork oder www.twitter.com/ korknews.
Über APCOR
APCOR – Associação Portuguesa de Cortiça – ist der portugiesische Korkverband. Gegründet 1956 versteht er sich als Vertreter der portugiesischen Korkindustrie. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die nationale und internationale Förderung, Weiterentwicklung und Vermarktung des Rohstoffes und seiner unterschiedlichen Produkte. APCOR hat seinen Hauptsitz in Santa Maria de Lamas, Portugal. Weitere Informationen unter www.realcork.org.
Über den Deutschen Kork-Verband (DKV)
Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte.
Zur Sicherung eines einheitlichen Qualitätsstandards hat der Deutsche Kork-Verband gemeinsam mit dem eco-Institut in Köln ein Gütesiegel entwickelt: das Kork-Logo. Die seit 1997 bestehende Zertifizierung wird an Produkte vergeben, die den in Europa geltenden technischen und chemischen Normen entsprechen. Damit ist gewährleistet, dass alle verwendeten Materialien und Stoffe umweltfreundlich sind. Weitere Informationen unter www.kork.de.
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Fotos:
Galerie auf Daniel Michaliks-Homepage
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Pressekontakt
Für weitere Informationen steht Ihnen folgende Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung:
Deutscher Kork-Verband e.V.
Mittelstr. 50
33602 Bielefeld
Wiebke Knerich
Tel.: +49 521-965 33 35
Fax.: +49 521-965 33 77
E-Mail: wknerich@kork.de








