
Die 10 größten Irrtümer über Kork(boden)
Was vielen zum Beispiel nicht bewusst ist: Warum Korkeichen wahre Umwelt-Aktivisten sind
Kork ist ein Material, das positive Gefühle weckt: Der ökologisch wertvolle Rohstoff vereint viele gute Eigenschaften und findet deshalb – zum Beispiel als Bodenbelag – eine wachsende Zahl von Anhängern. Dennoch gibt es nach wie vor Ansichten über Kork, die mit der Wirklichkeit nicht viel gemein haben. Höchste Zeit zur Aufklärung: Hier die häufigsten Irrtümer, und was davon zu halten ist.
11. März 2011 – KORK UND DIE UMWELT – ein wichtiges Thema, das in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit immer mehr Beachtung findet. Dennoch besteht nach wie vor Aufklärungsbedarf. Auf offene Fragen klare Antworten zu finden, ist jedoch gar nicht schwer. Kork hat alle Argumente auf seiner Seite:
„Schadet die Ernte den Korkeichen?“
Keineswegs, im Gegenteil: Eine beerntete Korkeiche bindet besonders viel CO2 – bis zu viermal so viel wie ein ungenutzter Baum. Der Biologe und Berater des WWF zum Thema Waldvielfalt, Nuno Gaspar de Oliveira, bestätigt sogar, dass „Kork der nachhaltigste Rohstoff der Welt ist“. Einer der Gründe dafür: Die Korkeiche wird geschält und nicht gefällt. So kann sie rund 200 Jahre alt werden.
„Leidet die Umwelt nicht unter der Kork-Industrie?“
Nein, Tiere und Pflanzen fühlen sich in den Korkeichen-Plantagen sogar äußerst wohl. Diese mediterranen Wälder gehören zu den letzten intakten Ökosystemen Europas und sind Heimat für eine einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna, darunter einige seltene Tierarten. Auch schützt die Korkeiche vor Wasserknappheit und Erosion.
„Ich habe gelesen, dass es nicht genügend Kork gebe. Kann es zu Lieferschwierigkeiten kommen, wenn ich Boden nachkaufen möchte?“
Experte Dr. Frank B. Müller vom Deutschen Kork-Verband (DKV): „Eine unbegründete Sorge. Darstellungen, nach denen der Rohstoff Kork immer knapper wird, sind schlichtweg falsch. Richtig ist: Die Korkeichenwälder in Portugal liefern reichlich Kork für Böden, Wände, Weinstopfen und eine Vielzahl anderer Produkte. Denn Kork ist ein nachwachsender Rohstoff: Allein in Portugal sorgen Korkeichenwälder auf der enormen Fläche von 736.000 Hektar für stetigen Nachschub. Trotzdem bleibt Kork ein wertvolles Gut, ein verschwenderischer Umgang verbietet sich von selbst. Und für jedes Gramm Kork gibt es eine Verwendung – auch beim Recycling.“
„Ist Kork eigentlich recycelbar?“
Ja, er ist sogar zu 100 Prozent wiederverwertbar. So kann zum Beispiel aus einem „ehemaligen“ Naturkorken ein moderner Korkboden oder das Wärmeschutzschild eines Space Shuttles werden.
„Ist Korkboden gesundheitlich unbedenklich – und woran erkenne ich, dass keine schädlichen Lacke oder Ähnliches verwendet wurden?“
Der Korkbelag selbst ist zu hundert Prozent natürlich und daher in jeder Hinsicht umweltfreundlich. In Sachen Kleber und Oberflächenbehandlung sollte ein Naturbaustoffhändler ausgesucht oder im Fachhandel gezielt nach der Schadstoffbelastung gefragt werden. Seit einigen Jahren setzen sich umweltschonende Siegellacke auf Wasserbasis durch. Bestes Kriterium für einen verantwortungsbewussten Kauf: das Kork-Logo des Deutschen Kork-Verbands. Korkböden mit diesem Siegel erfüllen alle qualitativen Standards.
KORK UND DESIGN – kaum einen anderen Bodenbelag gibt es in einer solch großen Varianz, trendige Vielfalt ist an der Tagesordnung. Das ist allerdings vielen Kunden noch nicht bewusst. Hier die gängigsten Irrtümer:
„Ich dachte, Korkboden sieht immer gleich aus.“
Ein verbreitetes Vorurteil, dabei gibt es Korkboden heutzutage in Hunderten von Farben, vielen Mustern und Formaten. Tomas Cordes, Vorstand des DKV: „Die diesjährigen Korkboden-Trends zeigen, dass Natürlichkeit und Farbe wunderbar miteinander harmonieren. Auf der einen Seite beobachten wir eine starke Hinwendung zu natürlichen Materialien, denen ihre Echtheit anzusehen ist. Auf der anderen Seite gewinnen bedruckte Oberflächen, die gleichzeitig umweltfreundlich sind, an Bedeutung.“
„Ich habe gehört, Korkboden verliere mit der Zeit sein gutes Aussehen.“
Nein, Korkboden zeichnet sich gerade durch seinen langlebigen und robusten Charakter aus. Dabei schützen Versiegelungen mit Öl, Wachs oder Lack vor Abrieb und Schmutz. Wein- oder Schokoflecken werden mit einem ausgewrungenen Tuch schnell und einfach vom versiegelten Korkboden gewischt.
KORK IM EINSATZ – erst in der Praxis zeigt der Alleskönner, dass „vielseitig“ und „unkompliziert“ zusammengehen. Eine Tatsache jedoch, die Kork-Neulinge nach wie vor verblüfft:
„Es heißt doch, Korkboden eigne sich nur fürs Kinderzimmer.“
Nicht nur die Vielzahl an Design-Variationen beweist das Gegenteil. „Korkboden liegt in modernen Wohn- und Schlafzimmern, in Dielen, Arbeitsräumen und im gewerblichen Raum sowie – entsprechend behandelt und verlegt – in der Küche und im Bad“, so Dr. Müller. Derzeit eindrucksvollstes Beispiel für den Naturstoff im Einsatz ist die berühmte Kathedrale Sagrada Família in Barcelona. Jährlich besichtigen Millionen von Pilgern und Touristen das Gotteshaus: Neuerdings laufen die Besucher über 2.000 Quadratmeter Korkboden.
„Wie aufwändig ist die Pflege von Korkboden?“
Gar nicht aufwändig, denn: „Bei versiegeltem Korkboden völlig ausreichend: Ein bis zweimal pro Woche nebelfeucht mit einem schwach dosierten Neutralreiniger oder reinem Wasser und alle paar Monate mit einem geeigneten Qualitätspflegeprodukt aus dem Fachhandel durchwischen – so einfach!“, erklärt Tomas Cordes.
„Ist das Verlegen von Korkboden nicht eine langwierige Prozedur?“
Warum umständlich, wenn es auch schnell geht: Zu 80 Prozent wird weltweit Korkfertigparkett gekauft. Diese Klick-Variante wird rasch und einfach verlegt – das gelingt auch dem Hobby-Heimwerker zuhause. Für anspruchsvollere Einsatzräume wie Küche und Bad eignet sich am besten Korkparkett, auch Klebe-Kork genannt. In diesem Fall ist der richtige Ansprechpartner fürs perfekte Ergebnis ein Fachmann aus dem Verlegebetrieb.
Alle Details, Informationen, Fotos und Pressematerial gibt es unter www.schoener-leben-mit-kork.de, auf www.facebook.com/schoenerlebenmitkork oder www.twitter.com/ korknews.
Über APCOR
APCOR – Associação Portuguesa de Cortiça – ist der portugiesische Korkverband. Gegründet 1956 versteht er sich als Vertreter der portugiesischen Korkindustrie. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die nationale und internationale Förderung, Weiterentwicklung und Vermarktung des Rohstoffes und seiner unterschiedlichen Produkte. APCOR hat seinen Hauptsitz in Santa Maria de Lamas, Portugal. Weitere Informationen unter www.realcork.org.
Über den Deutschen Kork-Verband (DKV)
Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte.
Zur Sicherung eines einheitlichen Qualitätsstandards hat der Deutsche Kork-Verband gemeinsam mit dem eco-Institut in Köln ein Gütesiegel entwickelt: das Kork-Logo. Die seit 1997 bestehende Zertifizierung wird an Produkte vergeben, die den in Europa geltenden technischen und chemischen Normen entsprechen. Damit ist gewährleistet, dass alle verwendeten Materialien und Stoffe umweltfreundlich sind. Weitere Informationen unter www.kork.de.
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Pressekontakt
Für weitere Informationen steht Ihnen folgende Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung:
Deutscher Kork-Verband e.V.
Mittelstr. 50
33602 Bielefeld
Wiebke Knerich
Tel.: +49 521-965 33 35
Fax.: +49 521-965 33 77
E-Mail: wknerich@kork.de








