So stylisch kleidet Kork: Modedesignerin Lena Hasibether im Interview

14. April 2011 Sie ist eine von jenen Newcomern, die frischen Wind in die Welt des Fashion-Designs bringen: Lena Hasibether. In ihren Kollektionen lässt die 32-Jährige der Kreativität freien Lauf. Gut für alle modebewussten Frauen. Die Entwürfe sind außergewöhnlich, zugleich sehr tragbar und zeitgemäß. In einem Spiel mit Illusion, Formen und Farben treffen puristische Linien auf fließende Drapierungen. Ihre neueste Kreation bringt die Designerin in ihrer Herbst/Winter-Kollektion 2011 groß heraus - inspiriert von Kork. Im Interview verrät Lena Hasibether, wie sie den Naturstoff für sich entdeckte und warum er sie fasziniert.

Welche Rolle spielt Kork für Ihre Entwürfe?

Lena Hasibether: Ich liebe interessante, ungewöhnliche Materialien mit spannenden Oberflächen. Die verschiedenen Korkstoffe, die ich in meiner aktuellen Kollektion verwendet habe, sind teilweise sehr filigran im Muster und in der Art und Weise, wie der Kork auf das Trägermaterial aufgebracht wurde, gleichzeitig sehr stabil. Dieses Zusammenspiel spiegelt für mich die Verbindung von Weiblichkeit und Stärke der Frau wider.

Passt der Naturstoff besonders gut zu den kühleren Jahreszeiten?

LH: Ja, ich finde, Kork ist ein sehr passendes Material, gerade für den Herbst. Spannend ist zudem, dass Kork wasserabweisend ist und somit auch an einem regnerischen Herbsttag funktioniert.

Wie lassen Sie Kork in Ihre Kreationen einfließen?

LH: Ich benutze sowohl echten Kork als auch Stoffe, die ich mit einem eigenen Digitalprint gestaltet habe. Dieser gibt die Struktur eines Korkstoffes in veränderter, abstrahierter Form wieder. Das Korkmaterial setze ich für ganze Kleidungsstücke wie z.B. Röcke oder kurze Hosen ein, als Details wie Passen an Jacken oder in Form von komplett aus Kork gefertigten Accessoires.

Haben Sie ein persönliches Lieblingsstück in Ihrer Kollektion?

LH: Mein persönliches Lieblingsstück ist eine drapierte Jacke, die Einsätze aus Kork besitzt. Hier gefällt mir die Kombination der Farben: ein sattes Schwarz als Kontrast zum warmen Kork und die Kombination von weicher Drapierung und dem festen Korkmaterial.

Die neue Kollektion wurde im Februar auf der CPD in Düsseldorf vorgestellt. Wie war das Feedback des Publikums auf die Entwürfe aus und mit Kork?

LH: Das Feedback fiel durchweg positiv aus. Teilweise waren die Besucher auch sehr überrascht, dass es so etwas überhaupt gibt. Es wurde häufig gefragt, ob es echter Kork sei. Von der Art und Weise, wie ich das Material eingesetzt habe, war auch jeder begeistert. Ich war ja selber überrascht, als ich bei meiner Recherche auf dieses tolle Material aus dem mediterranen Raum gestoßen bin.

Sind Sie bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal auf den Werkstoff Kork aufmerksam geworden?

LH: Ich habe für die neue Kollektion im Internet recherchiert und bin auf Bildmaterial von den Korkstoffen einer Firma aus Italien gestoßen. Ich war sofort begeistert. Ich hatte das Gefühl: Das ist genau das richtige Material für die heutige Zeit. Zurück zur Natur.

Hat Kork für Sie das Zeug zum Trendmaterial?

LH: Kork ist ein natürlicher Rohstoff, und das Bewusstsein der Menschen öffnet sich immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit. Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Kork sind sehr umfangreich, und das macht dieses Material so spannend. Es ist mittlerweile mehr als nur Pinnwand und Weinkorken.

Mehr zur aktuellen Kollektion von Lena Hasibether unter www.lenahasibether.de/coll4.html


Weitere Details, Informationen, Fotos und Pressematerial gibt es unter www.schoener-leben-mit-kork.de, auf www.facebook.com/schoenerlebenmitkork oder www.twitter.com/ korknews.

Über APCOR

APCOR – Associação Portuguesa de Cortiça – ist der portugiesische Korkverband. Gegründet 1956 versteht er sich als Vertreter der portugiesischen Korkindustrie. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die nationale und internationale Förderung, Weiterentwicklung und Vermarktung des Rohstoffes und seiner unterschiedlichen Produkte. APCOR hat seinen Hauptsitz in Santa Maria de Lamas, Portugal. Weitere Informationen unter www.realcork.org

Über den Deutschen Kork-Verband (DKV)

Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte.
Zur Sicherung eines einheitlichen Qualitätsstandards hat der Deutsche Kork-Verband gemeinsam mit dem eco-Institut in Köln ein Gütesiegel entwickelt: das Kork-Logo. Die seit 1997 bestehende Zertifizierung wird an Produkte vergeben, die den in Europa geltenden technischen und chemischen Normen entsprechen. Damit ist gewährleistet, dass alle verwendeten Materialien und Stoffe umweltfreundlich sind. Weitere Informationen unter www.kork.de.

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