Der stille Held: Kork – ein ganz besonderer Rohstoff

Er wird gekocht, gepresst, geschreddert und dann mit Füßen getreten oder ins Weltall katapultiert. Kork muss eine Menge aushalten. Trotzdem ist er sein ganzes langes Leben lang für jeden Spaß zu haben, hält Lärm, Feuchtigkeit und Erschütterungen ab oder dient als Material für ausgefallene Designerprodukte. Doch was macht Kork zu diesem einzigartigen und vielseitigen Rohstoff? Seine Beschaffenheit und damit verbunden einzigartige Eigenschaften.  

13. Dezember 2010 – Wer die natürliche Heimat des Korks kennenlernen will, muss in den südwestlichen Mittelmeerraum reisen. In Portugal, Spanien, Algerien und Marokko befinden sich die größten Anbaugebiete weltweit. Die dort vorherrschenden Wetterbedingungen sind es, die den Kork so robust und zu einem wahren Alleskönner machen. Denn die Korkeiche, deren Rinde als Kork weiterverarbeitet wird, stellt geringe Ansprüche an das Klima und hält Dürre genauso aus wie Minusgrade oder ergiebige Regenfälle. Ein Umstand, der den Kork für viele Branchen sehr wertvoll macht. 

Jeder Zentimeter ein kleines Wunder

Feuerfest, feuchtigkeitsabweisend, wärme- und vibrationsdämmend – viele gute Eigenschaften machen den Kork zu einem begehrten Allrounder. Die Gründe dafür liegen in seiner Struktur und chemischen Zusammensetzung: Jeder Kubikzentimeter Kork besteht aus 30 bis 40 Millionen Zellen und zu 90 Prozent aus einem Luft-Gas-Gemisch. Deshalb ist Kork in Relation zu seinem Volumen so leicht. Die Form der Zellen ähnelt der einer Honigwabe, wobei die Zellmembranen sehr elastisch sind. Dies führt dazu, dass sich das Volumen von Kork unter Druck um bis zu 40 Prozent verringern kann und bei Entlastung wieder in die Ausgangsform zurückkehrt. Auch seine isolierenden, schall- und vibrationsdämmenden Eigenschaften liegen an der wabenförmigen Struktur und den darin eingeschlossenen gasförmigen Stoffen, die Kälte, Schall und Erschütterungen so gut wie nicht weiterleiten. Für seine Wasser- und Feuerfestigkeit ist wiederum das Suberin verantwortlich. Die harzähnliche Substanz aus Fettsäuren und Alkoholen, aus der die Korkzellen zu etwa 60 Prozent bestehen, fungiert als natürlicher Klebstoff. Alles in allem sorgt sein robustes Naturell dafür, dass Kork verschleißfest und lange haltbar ist. 

Kork: immer im Dienst

Ob in Start- und Landebahnen auf Flughäfen, modernen Sportgeräten oder als nachhaltiger Bodenbelag – seit jeher beweist Kork, dass er sich im wahrsten Sinn souverän auf jedem Parkett bewegt. Zahlreiche Industriezweige nutzen den Kork zudem als natürliches High-tech-Material, um ihre Produkte leichter oder komfortabler zu machen. So hat der Premium-Automobilhersteller Mercedes im Innenraum seines Forschungsfahrzeugs F700 Kork verarbeitet. Aber auch Sportboot- oder Fahrradhersteller setzen Kork zunehmend zur nachhaltigen und umweltfreundlichen Gewichtsreduzierung ein. 

Er ist eben ein echter Profi, dieser Kork. Und bleibt dabei stets bescheiden. Doch auch wenn er sich nicht in den Vordergrund drängt, ist eines sicher: Wer beim nächsten Mal auf ein Korkprodukt trifft, wird dies sicher mit anderen Augen ansehen. 

Alle Details, Informationen, Fotos und Pressematerial gibt es unter www.schoener-leben-mit-kork.de oder auf www.facebook.com/schoenerlebenmitkork

Über APCOR

APCOR – Associação Portuguesa de Cortiça – ist der portugiesische Korkverband. Gegründet 1956 versteht er sich als Vertreter der portugiesischen Korkindustrie. Zu seinen Hauptaufgaben zählt die nationale und internationale Förderung, Weiterentwicklung und Vermarktung des Rohstoffes und seiner unterschiedlichen Produkte. APCOR hat seinen Hauptsitz in Santa Maria de Lamas, Portugal. Weitere Informationen unter www.realcork.org

Über den Deutschen Kork-Verband (DKV)

Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet und feiert aktuell sein 25-jähriges Bestehen. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte.

Zur Sicherung eines einheitlichen Qualitätsstandards hat der Deutsche Kork-Verband gemeinsam mit dem eco-Institut in Köln ein Gütesiegel entwickelt: das Kork-Logo. Die seit 1997 bestehende Zertifizierung wird an Produkte vergeben, die den in Europa geltenden technischen und chemischen Normen entsprechen. Damit ist  gewährleistet, dass alle verwendeten Materialien und Stoffe umweltfreundlich sind. Weitere Informationen unter www.kork.de.

 

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Pressekontakt

Für weitere Informationen steht Ihnen folgende Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung:

Deutscher Kork-Verband e.V.
Mittelstr. 50
33602 Bielefeld

Wiebke Knerich
Tel.:  +49 521-965 33 35
Fax.: +49 521-965 33 77
E-Mail: wknerich@kork.de